Bayerncup 2005
BAYERNCUP IN TÜRKHEIM - (Bilder??? Klick hier)
Bayerische Minis als ganz große Fußballer
Normalerweise tragen sie liturgische Kleidung, stehen als Diener am Altar und sind wichtiger Bestandteil der katholischen Liturgie. Doch dieses Wochenende tauschten rund 200 Ministranten aus ganz Bayern ihre Miniröcke gegen Fußballtrikots. Die Diözesansieger aller bayerischen Diözesen trafen im Bayern-Cup des Ministrantenfußballturniers in der Sporthalle der Türkheimer Ludwig-Auerbacher-Schule aufeinander.
"Das Niveau ist fantastisch!" Diakon Gerhard Rummel, selbst leidenschaftlicher Fußballspieler, steht am Spielfeldrand und staunt über die sportlichen Leistungen der Ministranten aus ganz Bayern. "Einige Ministrantengruppen müssen ganz schön hart trainiert haben", meint er. Andere dürften vermutlich auch in Fußballvereinen spielen und so Erfahrungen gesammelt haben. Für den Bayern-Cup der Ministranten gelten strenge Regeln. "Alle mussten ihren Ministrantenausweis zeigen, u! m am Turnier teilnehmen zu können", erklärt Diakon Rummel, der zusammen mit Robert Flossmann, Referent für Ministranten im Bischöflichen Jugendamt Augsburg, für die Organisation der Spiele verantwortlich zeichnete. Abwechselnd suchen die sieben bayerischen Diözesen einen Austragungsort für den Cup. Da sich Flossmann und Rummel schon länger kennen und Rummel in Türkheim auf eine engagierte katholische Jugend zurückgreifen kann, fiel die Wahl auf den Wertachmarkt. "Die katholische Jugend hier ist total aktiv", lobte Flossmann die Rahmenbedingungen. Darüber hinaus stellten Rektorin Roswitha Siegert und Bürgermeister Silverius Bihler bereitwillig die neue Sporthalle zur Verfügung. Gerhard Rummel dankte den Verantwortlichen: "Das ist eine gute Gastfreundschaft!"
In der Halle sorgten die mitgereisten Ministranten-Fanclubs für eine Riesenstimmung. Mit Rätschen feuerten beispielsweise Mädchen und Buben aus Kastl, Diözese Passau, ihre Fußballer an. In zwei Altersklassen wurde! gespielt. In Altersklasse I kämpften die Minis unter 14 Jahre! n, die g roßen Ministranten ab 15 Jahren nahmen in der Altersklasse II am Turnier teil. Spontan durfte auch eine Türkheimer Mannschaft außer Konkurrenz starten, da noch ein Teilnahmeplatz frei war. Auch wenn das Ergebnis nicht ganz zum Turniersieg reichte, für die Gastgeber war es ein "Riesenspaß", mitzuspielen.
Es gab nur Sieger
Ohnehin seien letzlich alle Sieger, "weil wir Jesus Christus dienen dürfen", betonte Diakon Rummel in einer kleinen Andacht am Freitag abend in der Pfarrkirche. Fast alle Mannschaften reisten bereits am Freitag an und übernachteten dann im Pfarrheim. Die Gemeinschaft wurde also bereits am Vorabend des Turniers gefördert. Gemeinsam sangen die Minis zwei Weltjugendtagslieder und betrachteten diese.
In der Sporthalle stieg langsam die Nervosität. Den Wanderpokal ein Jahr lang in die Sakristei stellen - Davon träumten wohl alle teilnehmenden Mannschaften. "Wulfertshausen ist gut", tippen die Fußball spielenden Minis aus Hinterschmiding-Grai! net aus der Diözese Passau.
Gegen 17.30 Uhr stand dann das Ergebnis fest: Die lautstarke Unterstützung durch Rätschen hat sich gelohnt. Die "Lausbuben Gottes" aus Kastl sind die bayerischen Ministrantenfußballmeister in der Altersklasse I. Den Bayerncup der Altersklasse II gewannen die Minis aus Kümmersbruck, Diözese Regensburg. Die Vertreter der Diözese Augsburg, die Mannschaft aus Wulfertshausen, wurde Vizemeister. Daneben erhielten die Fans aus Memmelsdorf den Fanpokal für die beste Unterstützung ihres Teams. Fairnesspokale erhielten zwei Mannschaften aus der Diözese Eichstätt: Obererlbach und die Eichstätter Domminis. Landrat Dr. Hermann Haisch erinnerte sich in einem Grußwort an seine eigene Zeit als Ministrant und lobte die engagierten Kicker. Zusammen mit Bürgermeister Silverius Bihler übernahm der Landrat die Siegerehrung.
